Experimentelle Fotografie:

Fotografie Wolfgang Diederich, Malerei Gerhard Kraus

vom 15. November 2012 bis zum 31. Januar 2013

 

 

Eine Ausstellung der besonderen Art bietet die Stadtbibliothek Husum vom 15.11.2012 bis zum 31.01.2013. Experimentelle Fotografie hängt an den Wänden.

Fotografiert von Wolfgang Diederich, Mildstedt, der Originalbilder von Gerhard Kraus, Frankfurt/Kriftel, kameratechnisch entfremdet hat.

Das Ergebnis sind Bilder im Farben- und Linienrausch, die neben den Originalen eigene Kunstwerke darstellen.

 

Die beiden thematischen Schwerpunkte der Ausstellung sind die phantasievollen, überraschenden, mit Witz gemalten Acrylbilder mit Motiven aus Nordfriesland und den Weiten des Universums.

 

 

Angeregt durch Wassily Kandinsky versteht es Gerhard Kraus, mit Formen und Farben Phantasie und Wirklichkeit zu vermischen. Das großformatige (100x150cm) Acrylbild „Nordfriesland“ lässt den Betrachter rätseln: Wo endet das Meer, wo beginnt das Land? Die Grenzen gehen ineinander über. Inseln und Halligen ragen in schimmernden Grüntönen aus der blau wogenden See. Leuchttürme, Kirchen und Mühlen werden schwungvoll miteinander verwoben.

 

 

Das zweite Thema „Universum“ bietet den Freunden der abstrakten Kunst ein Seherlebnis. Durch eine spezielle Zoomtechnik erreichen die Fotoexperimente von Wolfgang Diederich fast die Sogkraft Schwarzer Löcher, die den Betrachter in das Bild hinein ziehen.

 

Zur Vernissage am Donnerstag, 15. November, um 19.00 Uhr wird Wolfgang Diederich in einem Bildvortrag Erläuterungen zu den Werken geben. Kunst- und Fotointeressierte sind herzlich eingeladen.

 

 

 

 

„Kein Thema – zwei Malerinnen aus Husum“:

Ausstellung von Isa Dietrich und Andrea Claussen vom 9. August bis zum 30. Oktober 2012

 

Husumer Nachrichten, 11.08.2012:

 

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Die Poesie der Verformungen

 

Husum Mit rund 60 Bildern geben die zwei Husumer Malerinnen Andrea Claussen und Isa Dietrich in einer Ausstellung in der Stadtbibliothek einen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen. In der außerordentlich gut besuchten Vernissage am Donnerstagabend stellten Susanne Reupke und Rolf Brendler (Foto) die beiden Künstlerinnen des Husumer Kunstvereins vor. Susanne Reupke nannte ihrer Lehrerinkollegin Andrea Claussen eine Künstlerin, „die sich die Freiheit nimmt, sich nicht festzulegen, sondern sich auszuprobieren“. Brendler, vormals langjähriger Vorsitzender des Husumer Kunstvereins, nahm Bezug auf die Künstlerin Isa Dietrich und deren Werk. Ihre in der Ausstellung gezeigten 20 Aquarelle erzählen nach seiner Ansicht eigene Geschichten in einer „Poesie der Verformungen“. Die Ausstellung ist bis zum 30. Oktober zu den Öffnungszeiten der Bücherei zu sehen. hn

 

 

Husumer Nachrichten, 31.07.2012:

Kein Thema – zwei Malerinnen

 

Husum Andrea Claussen und Isa Dietrich geben in der Stadtbibliothek Einblick in ihr kreatives Schaffen. Ihre Gemeinschaftsausstellungen betitelten die beiden Künstlerinnen so: „Kein Thema – zwei Malerinnen aus Husum“. Zu unterschiedlich sind ihre Techniken und Sujets, um sie gemeinsam zu klammern. Die Ausstellung wird am Donnerstag, 9. August, um 19 Uhr eröffnet. Zur Einführung sprechen Susanne Reupke (zu Claussen) und Rolf Brendler (zu Dietrich).

Andrea Claussen, 1953 geboren, ist an der Husumer Gemeinschaftsschule Nord tätig. Sie studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Kunsterziehung. Claussen malt auf Leinwand mit Ölfarbe und kräftiger Farbgebung insbesondere Landschafts- und Blumenmotive, zunehmend aber auch den Menschen als Porträt oder Genrebild. In den Jahren davor überwogen in ihrem Repertoire Aquarelle in zarter lasierender Malweise, begleitet von Pastellkreidebildern. Claussen stellte bereits mehrfach in Husum und Umgebung und in Dänemark aus. Sie leitet einen Arbeitskreis zur Fortbildung Husumer Kunsterzieher.

Isa Dietrich, geboren 1940 in Swinemünde, arbeitet nach einer Ausbildung als Werbe- und Schaufenstergestalterin und einem Fernstudium in freier und angewandter Zeichenkunst bis heute als Buchillustratorin. Nach Kinderbüchern illustrierte sie Schulbücher und klassische Literatur der Hamburger Lesehefte sowie Adventskalender. Ihr auftragsfreies Schaffen umfasst Grafiken, die motivlich auf die Mythen- und Symbolwelt zurückgreifen, neuerdings in Aquarell- und Mischtechnik. Die Künstlerin gibt seit vielen Jahren regelmäßig Kurse im Zeichnen und Malen in der Altenbegegnungsstätte, davor in der Volkshochschule Husum und der Familienbildungsstätte. jed

 

 

 

„Spiegelungen – Nordfriesland steht Kopf“:

Fotoausstellung von Achim Lessing vom 3. Mai bis zum 31. Juli 2012

 

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Seit Jahren ist der 1949 in Berlin geborene und seit 1984 in Nordfriesland lebende Fotograf der Ausstellung „Spiegelungen – Nordfriesland steht Kopf“ fasziniert von der sich im Wasser oder Anderem spiegelnden Welt, die die Realität nicht nur spiegelbildlich wiedergibt, sondern diese auch verfremdet, entfremdet darstellt und das Augenmerk manchmal auf Strukturen, Einzelnes, Besonderes, Farbigkeiten oder auch Abstraktionen lenkt. Manche Sehgewohnheiten werden so auf den Kopf gestellt und der Blick für Schönheiten im Detail geschärft. Die Verwirrung, die mitunter bei der Betrachtung einzelner Fotos entsteht, ist dabei durchaus gewollt. Das erste Motiv dieser Art (die sich in einem Weiher spiegelnde Kuh aufgenommen in der Nähe Husums) lenkte über viele Jahre, z.B. auch in Venedig – dem Eldorado der Spiegelungen – beobachtete faszinierende Momente, den Blick auf die wasserreichen Gefilde der heimatlichen Umgebung; abgesehen von zwei, drei Motiven, sind auch alle Fotos hier entstanden.

 

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Lessing ist Autodidakt im Bereich der Fotografie. Für ihn steht nicht die technische, sondern die gestalterische Seite im Vordergrund seiner Arbeiten. Im Allgemeinen faszinieren ihn grafische Elemente besonders, die auch in der von ihm sehr geschätzten Landschaftsfotografie zu entdecken sind.

 

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Besonderen Wert legt der Fotograf auf die Feststellung, dass die ausgestellten Bilder durch keinerlei Fotobearbeitungen am PC oder mit Fotobearbeitungsprogrammen bearbeitet oder verändert wurden. Diese Art der durchaus kreativen Bildbearbeitung lehnt er für sich und sein Verständnis von Fotografie ab. Zu sehen ist jeweils der unverfälschte Moment der Aufnahme.

 

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