Pressestimmen zur Neueröffnung der Stadtbibliothek Husum

 

Husumer Nachrichten, 12.09.2006

 

Wochenschau, 09.09.2006

 

Husumer Nachrichten, 08.09.2006

 

Palette, 06.09.2006

 

 

 

Husumer Nachrichten, 12.09.2006:

 

 

Die Hamburger Sängerin und Schauspielerin Dagmar Dreke präsentierte Unterhaltsames von Kästner und Co.

 

Im Nissenhaus eine Bleibe nach Maß gefunden

 

Nach dem offiziellen Empfang konnte sich nun auch die breite Öffentlichkeit davon überzeugen, dass die Bibliothek im Neubau des Nissenhauses eine maßgeschneiderte Bleibe gefunden hat.

 

Husum / kst – Helle neue Räume, verschiedenen Ebenen und viel Platz zwischen den Bücherregalen bietet die Husumer Stadtbibliothek nach ihrem Umzug ins Nissenhaus. Beste Voraussetzungen, um die neuen Räumlichkeiten nun auch der breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Nach der offiziellen Schlüsselübergabe am Mittwoch hatte Leiterin Auguste Carstensen-Lenz zu abwechslungsreichen Eröffnungstagen eingeladen. Damit alte und neue Leser ihre Lieblingsschmöker in der neuen Weite der Bibliothek wieder finden können, wurden täglich mehrere Führungen angeboten. Ein hilfreiches Angebot, denn da die Deckenbeschilderung der Regalgruppen noch fehlt und die Bücher teils in neuen Sachgruppen geordnet sind, müssen sich auch gestandene Bücherei-Besucher erst einmal in den neuen Räumen zurechtfinden.

Die Unterhaltung der Eröffnungstage beschränkte sich jedoch nicht aufs Lesen. Zwischen Büchern, Sitz- und Multimedia-Ecken bewiesen am Donnerstag die jungen Künstler vom Zirkus Mirakulix der Hermann-Tast-Schule ihr akrobatisches Talent. Am Freitag zogen die Marionetten des Bollerwagentheaters vor allem die kleinen Leseratten in ihren Bann.

Als offizieller „Tag der offenen Tür“ präsentierte sich dann der Sonnabend. Der Jazzchor der Theodor-Storm-Schule zeigte zunächst, dass die Stadtbibliothek auch eine ausgezeichnete Akustik bietet. Nachmittags bestimmte dann die Gauklershow mit Janomani das Geschehen und verzauberte Groß und Klein mit einer witzigen Mischung aus Magie und Jonglierkunst. Was für die Ohren gab es wieder am Abend, als das „String Trio“ die zahlreich erschienenen Besucher mit Banjo, Gitarre und Tuba zum Swingen brachte. Für literarische Leckerbissen sorgte die Hamburger Sängerin und Schauspielerin Dagmar Dreske, die gemeinsam mit ihren Zuhörern „in lyrischen und prosaischen Gedankensprüngen durch die typischen Widrigkeiten des Lebens“ stolperte. So brachte sie das Publikum mit Kästner und Tucholsky zum Nachdenken und mit einer irrwitzigen Geschichte aus dem Leben von Zeit-Redakteur Mark Spörrle zum Schmunzeln.

Nachdem der Zimmerchor aus Schwabstedt die Bibliothek erneut mit harmonischen Klängen erfüllt hatte, begab sich Auguste Carstensen-Lenz mit ihren Gästen auf einen kulturellen Spaziergang. Unter dem passenden Thema „Bücherwelten“ gab es im Obergeschoss Bilder des Fotoclubs Schleswig zu sehen. Im Dachgeschoss, das neue Büro- und Gruppenräume bereithält, fand der Tag schließlich seinen würdigen Abschluss. Filmemacher Martin Tiefensee nahm die Zuschauer mit seinem Werk „Husum damals und heute“ auf eine Reise durch die Geschichte der Stormstadt. Das Ziel seines Films, der momentan noch jeden Mittwoch im Kinocenter zu sehen ist, erklärt Tiefensee mit wenigen Worten: „Alte Zeiten nicht zu vergessen und sich daran zu erfreuen.“

Für die Stadtbibliothek sind jetzt jedoch erst einmal erfreuliche, neue Zeiten angebrochen. Ausgestattet mit viel Platz und einem neuen EDV-System, das von nun an den praktischen Zugang zu den Benutzerkonten im Internet ermöglicht, können Auguste Carstensen-Lenz und ihre Mitarbeiter einer angenehmen Zukunft entgegen blicken.

 

Infos im Internet

Mehr Informationen zur Bibliothek und zum Husum-Film von Martin Tiefensee gibt es im Internet unter http://www.buecherei-husum.de/ und http://www.friesenfilm.de/ .

 

 

 

Wochenschau, 09.09.2006:

 

 

 

 

 

 

Husumer Nachrichten, 08.09.2006:

 

 

Gleich geht's los: Auguste Carstensen-Lenz bittet um Aufmerksamkeit.

 

„Im Fadenkreuz von Schulen, Bahnhof, ZOB und Innenstadt“

 

Viele geladene Gäste kamen zur Eröffnung der Stadtbücherei ins Nissenhaus

 

„Wir brauchen Bücher, um die Welt zu verstehen“ Landrat Dr. Olaf Bastian

 

„Bücher geben Antworten auf viele Fragen: Warum ist mein Auto defekt? Was soll ich kochen? Warum welken meine Rosen dahin?“ Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, Büchereiverein Schleswig Holstein

 

Husum / o – „Stellen Sie sich mal vor, was Sie heute im Fernsehen alles versäumen“, sagte Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, vorletzter Kandidat im Rede-Marathon zur offiziellen Eröffnung der Stadtbücherei. Dann ließ der Geschäftsführer des Büchereivereins Schleswig-Holstein die schläfrige Katze aus dem Sack: „Sieben Spielfilme von 1972 bis 2002 (alles Wiederholungen), eine Spielshow, einen Bericht über Kalifornien. Und wenn Sie das alles nicht interessiert, bleibt noch das Schicksalsspiel zwischen San Marino und der deutschen Fußballnationalmannschaft.“ Klar, dass der Mann dabei etwas im Sinn hatte und lange ließ er seine Zuhörer auch nicht zappeln: Ob es dann nicht ungleich besser sei, mal wieder ein Buch zu lesen, appellierte Lorenzen an die mehr als 100 geladenen Gäste im Neubau des Nissenhauses.

Zuvor hatte deren Leiterin, Auguste Carstensen-Lenz, Revue passieren lassen, wie lange währte, was nun endlich gut geworden ist: Vorbei die Zeiten, da sich Bücher und Mitarbeiter in den viel zu kleinen Räumen der alten Zentralbücherei drängten. Was sich mit dem Umzug ins Nissenhaus verändert hat, fasste Bürgermeister Rainer Maaß in nüchternen Zahlen zusammen: „Früher waren es 432 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Heute sind es über 1200.“ Die Reaktionen der Leser auf die neuen Räumlichkeiten seien überwiegend positiv, so die Bücherei-Leiterin weiter. Und nach der offiziellen Eröffnung am Mittwoch dürften weitere wohlwollende Äußerungen hinzugekommen sein – zumal sich die Besucher auch an diesem Abend mit Büchern und anderen Medien eindecken konnten. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund galt Carstensen-Lenz’ besonderer Dank ihren Mitarbeiterinnen. Aber auch Stadt, Kreis, Büchereiverein, Nissen- und Thordsen-Stiftung, die frühere Bürgermeisterin Ursula Belker als maßgeblicher Initiatorin, die Husumer Stadtvertretung, sämtliche beteiligten Gewerke, die „neuen Nachbarn“ vom Museumsverbund sowie das Architekturbüro Johannsen und Fuchs standen auf ihrer Dankesliste. Nicht zu vergessen die über 300 Kinder, Frauen und Männer, die im Juni auf Initiative der „Aktiven Bürger“ eine Menschenkette für den Bücherei-Umzug gebildet hatten.

Im Laufe der Jahre habe es eine Fülle von Vorschlägen gegeben, wo die Bücherei untergebracht werden könne, blickte Landrat Dr. Olaf Bastian zurück. Aber das hier – „im Fadenkreuz von Schulen, Innenstadt, Bahnhof und Busbahnhof“, wie Carstensen-Lenz es nannte – sei von allen die beste Lösung. Die meisten Varianten seien am Geld gescheitert. „Da war die Thordsen-Stiftung eine glückliche Fügung.“

Wie Dr. Ulf v. Hielmcrone hob auch Bastian hervor, dass „der Umzug im Sinne Ludwig Nissens“ gewesen wäre, der ja immer schon ein Volksbildungszentrum habe einrichten wollen. Bastian freut sich aber auch darüber, dass die Berufsschüler nun „endlich aus ihrem Keller rauskommen und in der früheren Zentralbücherei neue, angemessene Räumlichkeiten erhalten“.

Für das Kuratorium der Nissen-Stiftung sagte Ulf v. Hielmcrone, dass „es uns nicht leicht gefallen ist, den Neubau zu verkaufen.“ Ein Trost sei jedoch, dass die neue Einrichtung „auch eine kulturelle ist“. Außerdem sei eine Modernisierung des Altbaus ohne ihn nicht möglich gewesen. Hielmcrone spannte einen Bogen von den 20-er Jahren bis in die Gegenwart. Damals – nach dem Ersten Weltkrieg – habe Ludwig Nissen in Bildung und Aufklärung ein probates Mittel gegen den aufstrebenden Radikalismus seiner Zeit gesehen. Das bezeichnete v. Hielmcrone unter Hinweis auf radikale Islamisten und die Terrorgefahr als „erschreckend aktuell“.

Abschließend wünschte die Geschäftsführerin des Museumsverbundes Nordfriesland, Dr. Astrid Fick, Museum und Bücherei eine „langjährige Wohngemeinschaft“. Bleibt eigentlich nur nachzutragen, wie das „Schicksalspiel“ ausging, dessen zweite Hälfte viele noch gesehen haben dürften: Deutschlands Kicker siegten mit 13 : 0 Toren.

 

 

Schlüssel-Übergabe: Architekt Hargen Johannsen und Bürgermeister Rainer Maaß überreichen den Schlüssel an die Leiterin der Bücherei.

 

Feiern und Fotos

 

Musikalisch eingerahmt wurde die Eröffnungsfeier der Bücherei am Mittwoch durch die Musikerin Nancy Sartain. Außerdem sind an einer Litfaßsäule Bilder der Husumer Fotografen Kai Christensen und Volkert Bandixen zu sehen, die an die Menschenkette zum Bücherei-Umzug am 11. Juni erinnern.

Heute ab 16 Uhr gibt es in der Bücherei ein Bollerwagentheater für Kinder ab vier Jahren. Ab 11, 15 und 17 Uhr können sich Interessierte durch die neuen Räumlichkeiten führen lassen.

Morgen ab 12.30 Uhr singt der Jazz-Chor der Theodor-Storm-Schule. Um 16 Uhr beginnt eine Gauklershow mit Janomani. Außerdem gibt es weitere Führungen, und ab 19 Uhr einen Spaziergang durch die Bibliothek mit Musik („String Trio“ und „Der Zimmerchor“) und Literatur. Dagmar Dreke liest Texte von Kästner, Erhart, Busch und anderen. Eine Fotoausstellung und der Film „Husum damals und heute“ runden den „Tag der offenen Tür“ ab.

 

 

 

Palette, 06.09.2006:

 

 

Der Filmemacher Martin Tiefensee wird bei der Eröffnung der Bibliothek seinen Film "Husum damals und heute" präsentieren.

 

„Stadtbibliothek Husum“ mit offenen Türen vom 7. bis zum 9. September

 

Bibliothek öffnet ihre Türen

 

HUSUM (hm) – Es ist soweit: Die neu errichtete Stadtbibliothek im Anbau des Husumer Ludwig-Nissen-Hauses wird offiziell eröffnet. Aus diesem Anlass hat das Team der Bibliothek unter der Leitung von Auguste Carstensen-Lenz für die vielen Kunden und Leseratten ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt.

Drei Tage lang soll vom 7. bis zum 9. September der Neubeginn der Einrichtung mit interessanten Einlagen gefeiert werden. Dabei kommt jeder Leser – ob klein oder groß – auf seine Kosten. Das Eröffnungsprogramm findet während der offiziellen Öffnungszeiten von 10 bis 13.30 Uhr und von 14.30 bis 18.30 statt. So heißt es beispielsweise am Donnerstag um 16 Uhr „Manege frei“ für junge Artisten vom „Zirkus Miraculix“ der Hermann-Tast-Schule. Für die kleinen Besucher gibt es am darauf folgenden Tag ebenfalls um 16 Uhr das Bollerwagentheater. Der Clown Friedel und der sympathische Drache Elvira werden durch das abwechslungsreiche Programm führen.

Der Sonnabend verspricht viel Abwechslung, schließlich gibt es viel zu hören und zu sehen. Den Anfang macht um 12.30 Uhr der Jazz-Chor der Theodor-Storm-Schule unter der Leitung von Jens Wielert. Zauber und Akrobatik sowie witzige Jonglagen bietet gegen 16 Uhr die Gauklershow mit „Janomani“. Ein musikalischer und literarischer Spaziergang durch die Bibliothek ist gegen 19 Uhr vorgesehen. Die Gruppe „String Trio SH“ eröffnet den Spaziergang mit Melodien aus Ragtime, Swing, Klassik und Blues. Unter anderem liest die Hamburger Schauspielerin Dagmar Dreke Texte von Erich Kästner, Heinz Erhardt und Wilhelm Busch. Ein besonderes Highlight bildet der abendliche Spaziergang, der im Dachgeschoss endet. Hier zeigt der Husumer Filmemacher Martin Tiefensee seinen Film „Husum – damals und heute“. Das einzigartige Filmdokument mit Husumer Geschichten bietet eine spannende Zeitreise durch die Stormstadt. Bei dieser Gelegenheit können die Besucher dem Filmemacher natürlich auch Fragen stellen.

An allen drei Tagen werden Führungen durch die neue Bibliothek angeboten. Außerdem thematisiert der Fotoclub Schleswig mit einer sehenswerten Fotoausstellung Orte und Situationen rund um das Thema „Buch“. Mit einer Bibliotheks-Rallye können die Besucher überprüfen, ob sie sich in ihrer neuen Bibliothek bereits auskennen.

Auch für das leibliche Wohl hat das Team gesorgt: Während der Veranstaltungen wird es Kaffee und Kuchen geben.