Wir bleiben zuhause

 

Zuhause muss es nicht langweilig werden. Auch wenn die Stadtbibliothek geschlossen hat, stehen unsere digitalen Angebote zur Verfügung und können mit einem gültigen Bibliotheksausweis auf elektronischem Weg genutzt werden. Wer noch keine Bibliothekskarte hat, kann sich gerne per Mail oder Brief anmelden (hier die Anmeldeformulare zum Download im PDF-Format: für Kinder und für Erwachsene).

 

Digital allein reicht nicht? Wir haben da mal was vorbereitet:

 

blebul1d    Projekt „Wer liest punktet“

blebul1d    Lesespiele

blebul1d    Schreibaufgaben

blebul1d    Was machen die anderen?

 

 

Projekt „Wer liest punktet“

 

 

Vom 23. März bis zum 19. April 2020 gibt es bei uns in der Stadtbibliothek für Kinder und Jugendliche das Projekt „Wer liest punktet“. Mitmachen können alle zwischen 3 und 18 Jahren.

 

So geht’s:

 

Schritt 1: Ein selbst gewähltes Buch lesen oder vorlesen lassen.

Schritt 2: Teilnahmebogen dazu ausfüllen.

Download im PDF-Format: Malbogen (3 bis 7 Jahre); Fragebogen (8 bis 18 Jahre).

Schritt 3: Den Teilnahmebogen per Post oder per Mail an die Stadtbibliothek Husum schicken.

Wie war doch gleich die Adresse?

Stadtbibliothek Husum, Herzog-Adolf-Str. 25, 25813 Husum

oder per Mail an: stadtbibliothek[at]husum.de (bitte mit dem Betreff „Wer liest punktet“)

Schritt 4: Mit dem nächsten Buch wieder bei Schritt 1 anfangen.

 

Für jeden Teilnahmebogen schreiben wir euch in der Bibliothek einen Punkt gut. Wenn die Stadtbibliothek wieder geöffnet ist, könnt ihr eure gesammelten Punkte bei uns gegen kleine Preise eintauschen.

 

 

 

 

Lesespiele

 

 

Gemeinsam lesen

Verabredet euch mit Familie oder Freunden zum „gemeinsamen“ Lesen. Das geht in den verschiedensten Varianten:

 

- Ihr einigt euch auf ein Buch, das ihr alle zuhause habt (z.B. alle lesen „Harry Potter und der Stein der Weisen“ oder „Ronja Räubertochter“ oder „Die Schatzinsel“ … was immer eure Bücherregale hergeben – oder die Onleihe?), und außerdem auf eine Zeit (z.B. einmal pro Stunde oder einmal pro Tag), zu der ihr euch gegenseitig laut vorlest oder Textnachrichten schreibt, bei welchem Satz ihr gerade seid.

Daraus könntet ihr gleichzeitig eine kleine Challenge machen: mal sehen, wer zuerst die Seite findet, auf der dieser Satz steht! Das klappt natürlich nur, wenn ihr alle die gleiche Buchausgabe mit denselben Seitenzahlen habt…

 

- Ihr einigt euch auf eine bestimmte Uhrzeit, zu der ihr gemeinsam lesen wollt (z.B. jeden Nachmittag von 15.00 bis 16.00 Uhr). Ihr verratet euch gegenseitig aber zunächst nicht, welches Buch ihr lest. Jeweils am Ende der Lesezeit lest ihr euch dann vor oder schreibt Textnachrichten, bei welchem Satz ihr gerade seid.

Vielleicht werdet ihr neugierig, welche Bücher die anderen da eigentlich gerade lesen? Könnt ihr erraten, wie die Bücher der anderen heißen? Wenn jemand richtig rät, dürft ihr das gern bestätigen – ansonsten verratet ihr euer Buch, wenn ihr es zu Ende gelesen habt.

 

 

Bücherquiz

Stellt euch gegenseitig Quizfragen zu einem Buch, das ihr entweder gerade alle gemeinsam gelesen habt oder das ihr alle sowieso schon kennt (z.B. „Wie heißt die Eule von Harry Potter?“ – klar, viel zu einfach, aber ist ja nur ein Beispiel!).

Wer die meisten Fragen richtig beantworten kann, hat gewonnen.

 

 

Wettlesen

Tretet einzeln oder im Team gegen Familie oder Freunde an:

 

- Wer liest die meisten Seiten / Bücher innerhalb einer Stunde, eines Tages oder einer Woche?

 

- Wer ist am schnellsten fertig, wenn ihr alle gleichzeitig denselben Text / dasselbe Kapitel lest, und kann den anderen anschließend erzählen, was da eigentlich drinstand?

 

 

Rätselraten beim gemeinsamen Betrachten von Bilderbüchern

So ähnlich wie das bekannte „Ich sehe was, das du nicht siehst“: Eine Person oder ein Objekt auf dem Bild beschreiben und dabei immer mehr Details verraten, bis das Gesuchte gefunden wurde (z.B. angefangen mit: Ist es Mensch/Tier/Pflanze/Gegenstand, ist es groß/klein oder alt/jung usw.).

Beim Spiel mit sehr kleinen Kindern kann die Idee auch so abgewandelt werden, dass das Kind auf etwas zeigt und die Großen dann beschreiben müssen, was/wie es ist.

Ein herzliches Dankeschön für diese Spiel-Idee geht an Susanna Koring, die uns gemailt hat!

Und hier noch unser Geheimtipp dazu: Wimmelbücher! Dann dauert der Rätselspaß umso länger.

 

 

Ihr habt noch viel mehr Ideen für Lesespiele? Dann schickt sie uns gerne per Mail und wir ergänzen diese Seite. Wir freuen uns auf eure Anregungen!

 

 

 

 

Schreibaufgaben

 

 

Durch die geschlossene Bibliothek fällt leider auch das monatliche Kreative Schreiben aus. Daher haben wir ein paar Schreibaufgaben für zuhause zusammengestellt.

Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind herzlich eingeladen, Texte zu unseren Schreibaufgaben zu verfassen und diese dann per Post oder per Mail bei uns einzureichen.

Wenn die Bibliothek wieder geöffnet ist, werden die Texte in einer kleinen Ausstellung präsentiert.

 

 

April-Schreibaufgabe

Nachdem im März eher Text-Basteln angesagt war, ist diesmal das ziemliche Gegenteil an der Reihe: nämlich assoziatives Schreiben zu „anzupfenden“ Wörtern.

 

Anzupfende Wörter

Das können z.B. einzelne Begriffe, ganze Sätze oder Satzteile sein, die beim Lesen im Kopf Ideen „anzupfen“ (zu denen einem also beim Lesen Ideen kommen). Was für Texte dazu entstehen, ob Gedichte, Kurzgeschichten oder sogar ganze Romane – das kommt ganz darauf an, wie sehr man „angezupft“ wurde…

 

Hier unsere Vorschläge:

- Der Lärm der Fische beim Fliegen

- Es beginnt mit einem Lächeln

- Königskinder

- Solange die Nachtigall singt

- Fingerhut-Sommer

 

Eines oder mehrere dieser „anzupfenden“ Wörter aussuchen und einen Text dazu schreiben.

Ganz Ehrgeizige versuchen, alle im selben Text unterzubringen.

 

Ach ja: woher haben wir diese anzupfenden Wörter eigentlich und was haben sie alle miteinander gemeinsam? Wer raten möchte, darf das natürlich gerne – wir lösen das Rätsel an dieser Stelle, wenn der April vorbei ist!

 

 

März-Schreibaufgaben

Ein paar kleine aufeinander aufbauende Übungen zum „Basteln mit Sprache“ für alle Tüftler und (Silben-)Zähler:

 

Elfchen

Elfchen bestehen aus 11 Wörtern, die nach diesem Muster angeordnet sind:

1. Zeile: 1 Wort

2. Zeile: 2 Wörter

3. Zeile: 3 Wörter

4. Zeile: 4 Wörter

5. Zeile: 1 Wort

 

Beispiel (?):

Ganz

so einfach

ist es nicht

wenn ich mich am Ende

verzähle

 

Na, hat schon jemand den Fehler gefunden?

 

 

Wer eine größere Herausforderung sucht, schreibt stattdessen Silben-Elfchen, diese bestehen aus 11 Silben.

 

 

Schneeball

Der Schneeball funktioniert ähnlich wie das Elfchen, nur dass es hier keine Regel gibt, wie viele Wörter es insgesamt werden müssen:

1. Zeile: 1 Wort

2. Zeile: 2 Wörter

3. Zeile: 3 Wörter

x. Zeile: x Wörter

 

Der Name „Schneeball“ kommt übrigens daher, dass dieser Text sozusagen wie ein Schneeball von Zeile zu Zeile abwärts rollt und dabei immer umfangreicher wird.

Sinnvoll wäre es allerdings, das nicht bis ins Unendliche fortzuführen, sondern spätestens dann aufzuhören, wenn die Wörter nicht mehr in eine Zeile passen. Je nach Schriftgröße ist das meistens in der 7. oder 8. Zeile so weit.

Kürzer geht natürlich auch!

 

Beispiel:

So

baue ich

den Text auf

 

 

Lieber schwieriger? Aus dem Schneeball lässt sich auch ein Silben-Schneeball machen…

 

 

Drachen

Der „Drachen“ ist sozusagen eine direkte Fortsetzung des „Schneeballs“ – während der Schneeball nur „aufbaut“, wird der Drachen erst aufgebaut und dann wieder abgebaut (und hat deshalb von der Form her Ähnlichkeit mit dem klassischen Papierdrachen, den man im Herbst steigen lassen kann – natürlich besonders, wenn der Text „zentriert“ geschrieben wird):

1. Zeile: 1 Wort

2. Zeile: 2 Wörter

3. Zeile: 3 Wörter

x. Zeile: x Wörter

nächste Zeile: x-1 Wörter

vorletzte Zeile: 2 Wörter

letzte Zeile: 1 Wort

 

Beispiel:

So

baue ich

den Text auf

und wieder

ab

 

 

Zu einfach? Wie wär’s dann mit einem Silben-Drachen?

 

 

 

 

Was machen die anderen?

 

 

Auch die Stiftung Lesen und viele Verlage haben sich Gedanken gemacht, wie sie Familien und Lehrkräfte unterstützen können. Die Stiftung Lesen stellt unter https://www.stiftunglesen.de/aktionen/vorlesen-corona/ viele Ideen und Materialien zur Verfügung.

Gute Tipps lassen sich ebenfalls im Blog „Medienvermittlung“ der Büchereizentrale Schleswig-Holstein finden (http://www.bz-sh-medienvermittlung.de/), beispielsweise zu einigen Verlagen, die zurzeit kostenlose Testzugänge zu ihren Seiten anbieten.